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Polizeistatistik zum „Coburger Platz“ in Gotha widerspricht gefühlter Unsicherheit in sozialen Netzwerken

„Auch nach Auswertung meiner zweiten Regierungsbefragung ergeben sich keine Hinweise darauf, dass der ‚Coburger Platz‘ in Gotha ein besonders unsicherer Bereich sei. Auch ist nicht feststellbar, dass die gefühlte Situation mit den realen Daten übereinstimmt“, informiert der Gothaer Landtagsabgeordnete der LINKEN, Sascha Bilay.

Der Parlamentarier hatte sich bereits im Sommer letzten Jahres mit dem Thema an die Landesregierung gewandt und um Auskunft zur Kriminalitätsentwicklung auf dem ‚Coburger Platz‘ gebeten. Im Herbst 2020 reichte Bilay eine weitere detaillierte Anfrage an die Landesregierung ein. Die Antwort des Innenministeriums liege ihm nunmehr vor. Daraus ergebe sich folgendes Lagebild an festgestellten Straftaten für die letzten Jahre wie folgt:

2015

2016

2017

2018

2019

2020 (bis August)

127

130

143

186

149

82

„Sehr wohl war ein Ansteigen der Fallzahlen in den Jahren 2017 und 2018 feststellbar. Allerdings sind seit 2019 die registrierten Verstöße wieder rückläufig. Für 2020 kann hochgerechnet bis zum Jahresende das Niveau der Jahre 2015 und 2016 angenommen werden. Keinesfalls ergibt sich aus dem offiziellen Lagebild, dass das Areal ein Hotspot der Kriminalität im Kreisgebiet ist“, unterstreicht der Abgeordnete.

Aus den Antworten des Innenministeriums auf die Anfragen von Bilay sind auch konkrete Angaben zu den einzelnen Delikten zu entnehmen. Diese stellen sich demnach wie folgt dar:

 

2015

2016

2017

2018

2019

2020 (bis August)

Gewaltdelikte/Körperverletzung

18

16

28

41

35

30

Diebstahl ohne erschwerende Umstände

52

41

55

44

59

 

10

Diebstahl mit erschwerenden Umständen

4

6

1

6

4

 

Sachbeschädigung

11

9

6

9

5

7

Rauschgiftdelikte

0

5

3

17

12

10

Waffen- u. Sprengstoffdelikte

2

1

1

6

2

8

sonstige Delikte

40

52

49

63

32

17

Unter sonstige Delikte werden Hausfriedensbruch, Bedrohungen, Falschgelddelikte, Urkundenfälschung und Missbrauch von Notrufen zusammengefasst.

Aus Sicht von Bilay zeige sich, dass die sehr frühzeitig ergriffenen präventiven Maßnahmen der Polizei positiv wirkten. Bereits im Sommer hatte sich der Abgeordnete zu einem persönlichen Termin in der Polizei zum aktuellen Stand erkundigt. Die Beamten hätten darauf hingewiesen, dass die Präsenz der Polizei auf dem ‚Coburger Platz‘ deutlich erhöht und auch die Erreichbarkeit des Kontaktbereichsbeamten deutlich ausgeweitet wurden. Ebenso wurde die Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden der Stadt ausgeweitet. „Es zeigt sich, dass die zuständigen Fachleute auf die Situation sehr frühzeitig und richtig reagiert haben. Dafür gilt ein besonderer Dank an alle Beteiligten“, erklärt abschließend Sascha Bilay.